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Konzept einer Agentur für die Energiewende

Der Klimawandel und dessen Folgen haben die globale Gemeinschaft dazu bewogen sich auf Gegenmaßnahmen zu verständigen um die Erwärmung auf 1.5°C bzw. 2°C zu begrenzen. Daraus folgt eine globale Restmenge an Treibhausgasen, welche noch in die Atmosphäre eingebracht werden kann, bevor wir — die Menschheit — die Folgen nicht mehr geeignet adressieren können.

Unser Ziel kann nur mit einer rapiden Reduzierung des CO2-Ausstoßes und anderer Spurengase erreicht werden. Dies erfordert neben einem technologischen Wandel in Verkehr, Industrie, Habitat und Landwirtschaft, einen gesellschaftlichen Wandel, da sich unsere Art zu arbeiten, zu reisen und zu produzieren ändern werden. Der technologische Wandel erfordert eine Veränderung unserer Geschäftsmodelle insbesondere in zentralen Bereichen der Industrie. Dies kann die Chance sein unsere Wirtschaft zukunftsfähig zu machen. Gestalten wir den Wandel jedoch nicht, ist dies eine ernsthafte Bedrohung für unsere Ökonomie.

Diese Herausforderungen können nur gemeinsam in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Wissenschaft gelöst werden. Zu hoffen, dass dieser Wandel von den Akteuren allein gemeistert wird, hat sich bisher nicht bewahrheitet. Vielmehr treten wir auf der Stelle während andere Länder Technologien und Dienstleistungen entwickeln, welche unsere Produkte verdrängen werden. Deshalb müssen wir eine inter- und transdisziplinäre Einrichtung schaffen, welche die Energiewende organisiert, Vorhaben der verschiedenen Institute, Einrichtungen und Ministerien koordiniert und integriert, und gesellschaftliche Akteure und Stakeholder einbezieht. Dabei ist es insbesondere wichtig die Bürger einzubinden und die Energiewende ihr Projekt werden zu lassen. Andernfalls wird der Wandel, wie bei der Digitalisierung, als Bedrohung gesehen was in politischer Instabilität mündet.

An verschiedenen Stellen wurde bereits die Forderung erhoben ein Ministerium zu schaffen, welches sich ausschließlich um die Energiewende kümmert. Dieser Ansatz hat jedoch drei Schwächen:

  • Ein solches Ministerium würde automatisch Kompetenzen anderer Ministerien einschränken oder übernehmen. Dies befördert klassische Verteilungskämpfe und erschwert die Kooperation.
  • Der Ansatz führt zu monothematischen Lösungsansätzen, welche dem transdisziplinären und transformatorischen Charakter nicht gerecht wird und wichtige Akteure und Multiplikatoren ausschließt.
  • Bestehende Ministerien, welche eine Querschnittsaufgabe haben, wie z.B. das Umweltministerium, zeigen, dass deren Themen dann in den anderen Ministerien wenig Beachtung finden und inhaltliche Konflikte spät auf Ministerebene gelöst werden müssen.

Schon heute gibt es auf Bundesebene zahlreiche Einrichtungen, und Initiativen, welche sich um Aspekte der Umweltverträglichkeit und Energiewende kümmern. Allerdings sind deren Aktivitäten kaum vernetzt, es fehlt an einer gemeinsamen Strategie und Integration aller Stakeholder. So fördern z.B. DFG, BMWi und BMWF jeweils Entwicklungen im Bereich Speichertechnologien, es gibt jedoch keine gemeinsame Strategie und Kopplung aller Aspekte von der Grundlagenforschung über die Pilotierung und Produktentwicklung bis hin zur gesellschaftlichen Akzeptanz. Da ein Ministerium als Struktur ungeeignet und die Integration der Initiativen über Einrichtungen hinweg unbefriedigend ist, bedarf es einer Energiewendeagentur bei der Bundesregierung, welche integrativ tätig ist, eine gemeinsame Strategie mit allen Akteuren entwickelt und deren Umsetzung begleitet.

Ziel

Die Energiewendeagenutr (EWA) verfolgt ihr Ziel auf vier Ebenen:

  • Entwicklung konkreter Maßnahmen und Forschungsprogramme zusammen mit den bestehenden Trägern der Forschungsförderung wie z.B. BMWF, BMWi, DFG, Helmholtz-Gemeinschaft und der Forschungseinrichtungen der Länder.
  • Infrastrukturelle und organisatorische Unterstützung der Technologieerprobung und Pilotierungen, wie z.B. Bereitstellung von Testplattformen.
  • Gestalten und begleiten von sozioökonomischen Programmen für die notwendige gesellschaftliche Transformation, durch Beispielsweise die Entwicklung von Geschäftsmodellen, die Unterstützung bestehender Industrien, und Programmen, welche in die Gesellschaft hineinwirken.
  • Entwicklung und Koordinierung von Vorhaben zur Reduktion der Treibhausgasemissionen im internationalen und entwicklungspolitischen Kontext.

Agenturkonzept

Der Agentur liegt ein Konzept zu Grunde, welches entlang vier Querschnittsbelangen ausgerichtet ist und konsequent auf Digitalisierung und die digitale Transformation setzt. Die transdisziplinäre Ausrichtung bindet die Bevölkerung frühzeitig ein um realitätsnahe Lösungen zu entwickeln und deren Akzeptanz zu erhöhen. Die Verzahnung von Forschung und Entwicklung fördert den Transfer von Grundlagen- und Anwendungsforschung hin zu marktreifen Produkten und Dienstleistungen. Speziell an die Wirtschaft gerichtete Programme unterstützen deren Transformation. Alle Vorhaben werden offen mit unseren europäischen Partnern kommuniziert und abgestimmt.

Transdisziplinarität

Die Schaffung einer nachhaltigen Energieinfrastruktur erfordert eine Anpassung der Lebens- und Arbeitsweisen in weiten Teilen der Bevölkerung, sowie eine Anpassung der rechtlichen Rahmenbedingungen. Dies erfordert die Bevölkerung einerseits bei der Erarbeitung von Herausforderungen und Lösungen einzubinden und andererseits sie bei der Forschung, Entwicklung, Erprobung und Umsetzung miteinzubeziehen. Daneben muss die Legislative und Exekutive in den Prozess integriert sein. Unser Konzept setzt dafür auf transdisziplinäre Ansätze, welche wie z.B. beim Co-Design, die Einbindung zahlreicher Stakeholder in Forschungs- und Entwicklungsprozesse ermöglicht. Ferner werden wir alle Maßnahmen und Entwicklungsschritte transparent kommunizieren, sodass Mitbürger, Behörden und andere Gruppen, welche nicht unmittelbar in den Prozess eingebunden sind, jederzeit den Stand der Entwicklung einsehen können. Als Kommunikationskonzept kann hierfür auf Projektportale, Tagebücher und Social-Media-Plattformen zurückgegriffen werden. Beispiele sind u.a. Stadt-Regio-Tram Gmunden und das Bauportal von S21.

Integrierte Forschung und Entwicklung

Es gibt in Deutschland bereits gut funktionierende Forschungsförderinstrumente und -programme, die jedoch voneinander unabhängig Themen adressieren. Hier soll die EWA die Kommunikation zwischen den Forschungsförderern verbessern und mit diesen gemeinsam eine einheitliche Strategie entwickeln sowie deren Umsetzung begleiten. Neben staatlichen und gemeinnützigen Förderern soll auch die industrielle Entwicklung angebunden werden, sodass Projekte schnell in Produkte und Dienstleistungen einfließen können. Denn ohne eine aktive Einbindung der Wirtschaft wird die Transformation nicht erfolgreich sein und andere Volkswirtschaften werden Europa und Deutschland hinter sich lassen. Dies lässt sich bereits heute im Bereich E-Mobilität in Konkurrenz zu China sehen.

Einbindung der Wirtschaft und Wirtschaftsförderung

Für eine erfolgreiche Umsetzung von erarbeiteten Konzepten für die Energiewende ist die Pilotierung ein zentrales Instrument. Dies gilt besonders für konkurrierende Konzepte, Plattformen und Technologien. Hier wird die EWA die Ausschreibung, Koordinierung und Evaluation der Piloten steuern und dabei auf Begutachtungsinstrumente bestehender Forschungs- und Wirtschaftsfördereinrichtungen zurückgreifen sowie diese weiterentwickeln.

Nach erfolgreicher Pilotierung und Auswahl von Technologien und Konzepten wird die EWA deren Ausrollen auf nationaler Ebene begleiten und unterstützen. Dies wird u.a. durch die Nutzung von fairen, vernünftigen und diskriminierungsfreien Lizenzbedingungen für Patente (engl. fair, reasonable, and non-discriminatory (FRAND)) gefördert, welche primär für geförderte Projekte genutzt werden sollen. Die Einhaltung dieser Regeln und die rechtliche Verteidigung der Patente sollte durch eine überparteiliche Organisation erfolgen, die gerade auch dem Mittelstand einen erfolgreichen Markteintritt ermöglicht und sie von rechtlichen Risiken befreit.

Europäischer und Internationaler Austausch und Integration

Die Energiewende ist eine globale Aufgabe, die der Koordinierung und des Austausches über Grenzen hinweg bedarf. Technologische, organisatorische, und transformatorische Konzepte und Maßnahmen müssen mit unseren Nachbarn abgestimmt und mit ihren Projekten verzahnt werden.

Die EWA wird den interministeriellen Austausch auf thematischer Ebene befördern und organisieren. Das bedeutet, die Koordinierung erfolgt nicht entlang ministeriellen Grenzen sondern immer ministerienübergreifend, transdisziplinär und auf ein konkretes Projektziel ausgerichtet.

Zeitplan

Die Zeit für eine umfängliche Reduktion der Treibhausgasproduktion in Gesellschaft, Industrie, Landwirtschaft, Transport und der Energieerzeugung ist knapp bemessen. Die verbleibende Restmenge an CO2-Ausstoß-Äquivalenten beträgt 1500 Gt CO2 und muss nahezu vollständig vermieden werden. Neben der Vermeidung von CO2 sind auch mit Maßnahmen des Climate-Engineering (z.B. Baumpflanzungen) notwendig um unsere Klimaziele zu erreichen und Negativemissionen ab 2050 zu erzielen. Je früher größere CO2-Reduktionen erreicht werden, desto länger ist es möglich in kritischeren, schwer änderbaren Bereichen noch länger CO2 zu produzieren.

Eine zögerliche Umsetzung führt dazu, dass uns weniger Zeit für die Umstellung bleibt. Es ist deshalb erforderlich, die leicht erreichbaren Ziele zeitnah anzustreben um so Zeit zu gewinnen um komplexere Maßnahmen umzusetzen.

Fazit

Die aktive Gestaltung der Energiewende ist zwingend erforderlich um die Klimaziele zu erreichen. Dies erfordert eine übergreifende Organisation, die alle Stakeholder einbezieht, und eine gemeinsame Strategie, welche insbesondere durch den Staat und die Gesellschaft getragen wird. Dies erlaubt nicht nur einen schnellen und effektiven Wandel, es unterstützt die deutsche Wirtschaft, sichert unseren Wohlstand und Technologiestandort. Entwickeln wir keine gemeinsame Strategie und keine integrierten Maßnahmen und Projekte, werden dies andere Länder tun was sich negativ auf unsere Wirtschaft auswirken wird. Allein auf die Innovationsfreude der deutschen Wirtschaft zu setzen hat bisher zu keiner signifikanten CO2-Reduktion geführt. Dies zeigt, dass die Wirtschaft ein klares staatliches Signal und eine klare Richtung braucht um die Entwicklung von Technologien, Produkten und Dienstleistungen anzugehen. Genau hier setzt die Energiewendeagentur an und koordiniert Forschung und Entwicklung mit Wirtschaft, Gesellschaft, Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Konzept: Strukturwandel Braunkohle

Ein funktionierender Strukturwandel in der Energiewirtschaft muss ökonomische, ökologische und soziale Faktoren berücksichtigen um eine hohe Akzeptanz bei der Bevölkerung zu erreichen und gleichzeitig die Klimaziele zu erfüllen. Zentral ist dabei nicht nur die Abwicklung alter Anlagen und Tagebaue zu berücksichtigen sondern insbesondere die Neugestaltung der Wirtschaft und Arbeitswelt zu planen. Beides muss verzahnt werden um Arbeitslosigkeit bei den Beschäftigten zu vermeiden und dem Wandel Dynamik zu verleihen.

Kern dieses Konzepts zum Strukturwandel ist eine aktive Gestaltung des Region unter Einbeziehung aller Stakeholder (Arbeitnehmer, Energiewirtschaft, Anwohner und Stromkunden) sowie eines Konzepts für die zukünftige Gestalt der Energiewirtschaft in Deutschland und Europa.

Strukturelle Transformation

Die aktuelle Energieproduktion mit Braunkohle liefert in NRW 11 GW Leistung und 10 GW in Ostdeutschland einem CO2 Ausstoße von Z t pro Jahr [1]. Ziel ist es diese Kapazität durch erneuerbare Energien zu decken und gleichzeitig die selbe Verlässlichkeit der Bereitstellung zu erreichen. Dazu sind neben Windkraftanlagen, Solaranlagen und anderen erneuerbaren Quellen auch Energiespeicher von Nöten. Hier bieten sich insbesondere zwei Technologien im Kontext des Braunkohletagebaus an. Das sind Pumpspeicherwerke, welche je nach Tagebau und Region zu Pumpspeicherwerken umgestaltet werden können (so ein entsprechendes Gefälle vorhanden sind), sowie Akkumulatorenspeicher, welche im Prinzip standortunabhängig und verteilt errichtet werden können. Dennoch bietet sich eine zentrale Steuerung an, welche dann in der Nähe der alten Braunkohlekraftwerke erfolgen kann.

Für den Pilotierung und Evaluation verschiedener Akkuspeicher sollte zeitnah eine gemeinsame Anlage errichtet werden, welche der Technologie- und Prozessevaluation dient. Dies sollte in der Nähe der alten Kraftwerke erfolgen um dort bereits Teile der Betriebsfeuerwehren mit nutzen zu können und deren technische und taktischen Fähigkeiten an die neue Problemstellung heranzuführen. In die Akkuforschung können Universitäten und Forschungseinrichtungen einbezogen werden. Neben Münster sind dies RWTH Aachen, Universität Köln, Ruhr-Universität Bochum, Universität Duisburg-Essen sowie das ZBT für Gasspeicher, das Forschungszentrum Jülich. Eine Einbindung der Industrie ist in dem Kontext ebenfalls anzustreben wie z.B. Hoppecke Batterien und Varta.

Im weiteren betrachten wir vier Stakeholder, die direkt oder indirekt durch den Ausstieg aus der Braunkohle betroffen sind.

Arbeitnehmer

Es arbeiten rund 20496 Beschäftigte in der Braunkohle. TODO Welche Arten von Beschäftigten, welche Aufgaben, wie viele Arbeitnehmer pro Aufgabe/Anstellung, Gehalt?

  • Wasser- und Grundwassermanagement
  • Instandhaltung Grubentechnik
  • Betrieb Bagger
  • Kraftwerksbetrieb
  • Instandhaltung Kraftwerk
  • Werksfeuerwehr
  • Bahnpersonal

Ziel für die Arbeitnehmer ist eine Beschäftigung mit ähnlichem Einkommen auch nach dem Ausstieg aus der Braunkohle. Für die Restlaufzeit der Kraftwerke gibt es keine Auswirkung auf die Beschäftigungszahlen. Jedoch mit dem Wechsel zur Stilllegung verändert sich das Aufgabenspektrum.

Beschäftigte im Tagebau, insbesondere für das Wassermanagement können uneingeschränkt weiterbeschäftigt werden während der Renaturierung, da die Gruben nicht unkontrolliert volllaufen dürfen. Sie werden über den 10-20 Jahre dauernden Prozess weiter benötigt. Dies trifft auch für die Grubentechnik zu denn für die Renaturierung und Landschaftsgestaltung sind entsprechende Kenntnisse notwendig. Da sich das Aufgabenspektrum jedoch ändert, sind hier zusätzliche Schulungen erforderlich. Die Mannschaften für den Betrieb der Bagger können leicht Tätigkeiten innerhalb der Renaturierungsmaßnahmen gefunden werden.

Im Kraftwerksbereich sieht die Entwicklung anders aus. Hier wird nur ein Teil der Beschäftigten für die Stilllegung und den Abriss benötigt, da hier Expertise und Arbeitskraft von Außen erforderlich ist. Jedoch kann bei einem graduellen Ausstieg, der eine Stilllegung der Kraftwerke hintereinander vorsieht, das Personal auf neue Aufgaben schrittweise vorbereitet werden, die sie in der Entwicklung und dem Betrieb von Pilot- und Regelanlagen im neuen Stromnetz haben. Insbesondere im Kontext von Akkuspeichern können die Ingenieure ihr Know-How in die Entwicklung der Leittechnik einfließen lassen (transdisziplinäres Modell) was sich positiv auf die Betriebssicherheit und die Mitarbeitermotivation auswirkt. Auch für Pumpspeicherwerke werden Betriebsmannschaften benötigt, welche sich zuerst aus dem Bestand rekrutieren sollten. Auch hier bietet sich eine Einbindung der Mitarbeiter in der Planung und im Bau an.

Die Werksfeuerwehren werden in Zukunft für die Akkuspeicheranlagen und Pumpspeicherwerken weiter benötigt müssen jedoch auf die neuen Aufgaben vorbereitet werden. Dies gilt insbesondere für Akkuspeicheranlagen.

Energiewirtschaft

Die überwiegende Anzahl der Kraftwerke sind über 30 Jahre alt und gelten als abgeschrieben. Ihr Betrieb lohnt sich im aktuellen Energiemarkt nicht mehr und die Belastungen für die Unternehmen sind gering. Sie können also im Ausstiegsplan zuerst für die Abschaltung und Stilllegung vorgesehen werden. Jüngere Kraftwerke würden dann bis zum Ende des zu vereinbarenden Zeitraums betrieben werden.

Im Zuge der Schrittweisen Stilllegung müssen die Speicheranlagen gebaut und in Betrieb genommen werden. Hier sollte eine Einbindung der Energiewirtschaft erfolgen um ihr eine Perspektive zu bieten. Dies erhöht die Bereitschaft sich an der Transformation zu beteiligen. Ebenso könnten im Bereich Renaturierungskosten der Staat Kosten übernehmen in dem Zuge wie die Betreiber auf Laufzeiten verzichten.

Anwohner und Kommunen

Die Kommunen und Anwohner sind von der Stilllegung an zwei Punkten involviert. Der Verlust des Betriebs kann zu einer Reduktion der Gewerbesteuer führen was die Finanzdecke der Kommunen schwächt. Dies kann aber durch temporäre Stützung durch den Bund ausgeglichen werden. Ebenso sollten die neuen Kraftwerke bzw. Speicheranlagen in den selben Kommunen (rechtlich) errichtet werden was zu neuen Gewerbesteuern führen wird.

Im Zuge der Renatuerierung müssen Anwohner und Kommunen ebenfalls einbezogen werden um touristische und stadtplanerische Optionen für die Region zu entwickeln und gemeinsam umzusetzen.

Stromkunden

Großkunden können durch den Wegfall der Braunkohle und dem Rückgang des Stromüberangebots höhere Strompreise schultern müssen. Diese stellt aber nur eine Normalisierung der Preise dar. Für andere Stromkunden verringert sich der Abstand zwischen Garantiepreis und Marktpreis was eine Reduktion der EEG-Umlage zur Folge hat und damit die Bürger entlastet.

Zusammenfassung

Die Transformation der Energiewirtschaft ist eine facettenreiche Aufgabe, welche besonders unter dem Zeitdruck schnell und zielorientiert angegangen werden muss. Dabei darf der Fokus nicht auf der Abwicklung liegen wie es heute immer noch der Fall ist, sondern es muss die gesamte Transformation und somit die Schaffung neuer Energiequellen, Arbeitsplätzen und Unternehmen mitgedacht und geplant werden. Diese Skizze soll hierzu ein Beitrag sein.